Mondphase
Neumond
Der Himmel ist leer, die Leere ist Acker. Man sät im Dunkeln, was auf der Gasse noch keinen Namen tragen soll.
Mondphase
Mondphase
Der Himmel ist leer, die Leere ist Acker. Man sät im Dunkeln, was auf der Gasse noch keinen Namen tragen soll.
Mondphase
Ein dünnes Horn hält schon Licht und verspricht noch nicht den ganzen Laib. Das Angefangene darf gegossen werden, das Prahlen ist früh.
Mondphase
Die Hälfte der Scheibe steht wie eine Mauer, die man schon anfassen kann. Man wählt eine Seite: weiter wächst, was die Hand hält, nicht der Wunsch allein.
Mondphase
Fast voll, und das Fast ist Arbeit, kein Lob. Man ordnet, was schon wächst, damit der Vollmond keinen nachlässigen Tisch findet.
Mondphase
Die Scheibe ist offen, der Hof sieht, was im Halblicht lag. Der Vollmond zeigt, er erfindet nicht: was reif ist, hat einen Namen, was leer ist, ist auch im Licht leer.
Mondphase
Das Licht zieht sich zurück, und das ist Platz, damit die Dinge ins Regal zurückkehren. Man gibt fort, was bei Tisch schon seine Arbeit getan hat.
Mondphase
Die andere Hälfte der Scheibe bittet, abzulegen, was sich nicht mehr gut tragen lässt. Der Entschluss ist eine Tür in ein kleineres Zimmer, wo der Atem Platz hat.
Mondphase
Ein dünnes Horn bleibt, und die Asche dessen, was schon erzählt ist. Man ruht vor dem Neumond: eine leere Tasse ist Vorbereitung, kein Verlust.